Tipps für einen guten Watrucksack
Für einen Angeltag an der Küste ist so mancherlei Equipment erforderlich. Sei es die Köderbox, Verpflegung oder allgemeines Angelequipment. Das alles muss irgendwie transportiert werden. Denn auf der Suche nach der Meerforelle kommt man nicht umher, ordentlich Strecke am Strand zu machen. Jetzt kann man alles in den Taschen der Watjacke und -hose verstauen, aber richtig komfortabel ist das nicht. Ein gescheiter Rucksack ist da schon angebracht. Es sei denn, ihr haltet euch nur für ein-zwei Stunden am Spot auf und fahrt dann weiter, dann ist ein Rucksack nicht notwendig.
Im Folgenden möchte ich Euch ein paar Tipps für den richten Watrucksack geben, damit ihr im Wasser ordentlich Strecke machen könnt. Natürlich könnt ihr auch euren kleinen Wanderrucksack oder einen klassischen Daybag nehmen. Diese sind aber nicht wirklich wasserdicht und es fehlen passende Ösen und Schlaufen. Daher werden sie meist am Strand abgelegt. Nachteil: Wenn ihr Strecke machen möchtet, dann müsst ihr immer aus dem Wasser und zum nächsten Spot am Strand laufen. Mit einem Watrucksack könnt ihr die Strecke im Wasser machen und dabei weiter angeln.
Vorteile eines Angelrucksacks
Der grundsätzliche Vorteil eines Watrucksackes liegt in der Funktionalität: Köderboxen, Zangen, Vorfächer, Maßbänder oder Ersatzkleidung lassen sich bequem mit sich führen. Gute Watrucksäcke verfügen über mehrere Fächer und Halterungen, sodass der Watkescher oder Abhakzangen schnell griffbereit sind.
Verschiedene Ausführungen
Watrücksäcke gibt es in unterschiedlichen Bauformen. Die wichtigsten möchte ich euch im folgenden Vorstellen:
- Rucksack (Backpack): Viel Stauraum für längere Touren, robust und wasserdicht, muss aber oft zum Zugriff abgesetzt werden.
- Sling Pack: Wird diagonal über eine Schulter getragen, lässt sich nach vorne schwenken und erlaubt schnellen Zugriff, kann bei viel Gewicht jedoch die Schulter belasten.
- Chest Pack: Kompakt, sitzt auf der Brust, ideal für schnellen Zugriff auf Köder, aber mit geringerem Stauraum.
- Hip Pack: Leicht und bequem um die Hüfte, gut für kurze Angeltouren, beim tiefen Waten jedoch etwas anfällig für Nässe – für uns als Watangler eigentlich ausgeschlossen.
Die Wahl hängt davon ab, wie viel Ausrüstung man mitnimmt und wie mobil man sein möchte, bzw. was für einen am komfortabelsten ist. Dies muss jeder für sich selbst entscheiden.
Westin W6 Wading Backpack
Ein Klassiker ist der Westin W6, ein leichter, gut dimensionierter Outdoor‑ und Angelrucksack, der für das Watangeln konzipiert ist. Er bietet sicheren und weitgehend trockenen Stauraum für Ausrüstung und persönliche Gegenstände wie Handy, Dokumente oder Geldbörse.
Kurzbeschreibung der wichtigsten Merkmale:
- Maße ca. 45 × 26 × 16 cm (ca. 25 Liter Volumen).
- Robustes Material aus 420D Nylon und 600D Oxford mit wasserabweisender TPU‑Beschichtung.
- Wasserabweisender YKK‑Reißverschluss und wasserdichte, transparente Innentasche.
- Gepolsterte Schultergurte, ergonomische Rückenstütze sowie verstellbare Hüft‑ und Brustgurte für Tragekomfort.
- Zusätzliche Features wie UTX‑FLEX®‑Schnallen, D‑Ring, Rutenrohrhalter und Zubehörlaschen.
Was muss ein Watrucksack mitbringen
Neben genügend Stauraum und einem angenehmen Tragekomfort ist die Wasserdichtigkeit für mich eines der wichtigsten Bedingungen für einen Angelrucksack. Hochwertige Modelle bestehen aus wasserabweisenden oder wasserdichten Materialien wie Nylon, Polyester oder Oxford-Gewebe. Viele haben TPU- oder PVC-Beschichtung sowie verschweißte Nähte, sodass empfindliche Gegenstände wie Smartphone oder Dokumente trocken bleiben.
Komfort und Zusatzfunktionen
Gepolsterte Schultergurte sowie Brust- und Hüftgurte verteilen das Gewicht gleichmäßig und sorgen für Stabilität beim Waten. Zusätzliche D-Ringe, Schlaufen oder Werkzeughalter ermöglichen das einfache Befestigen von Zange, Kescher oder Maßband. Typische Fassungsgrößen liegen bei 15-25 Litern und bieten genug Platz für Köderboxen, Snacks und Kleidung, ohne zu stören.
Alternative zum Angelrucksack
Wenn ihr keine Lust auf einen Rucksack habt und eure Watjacke zu wenig Staumöglichkeiten bieten, ist eine funktionale Angeweste eine gute Alternative. Es gibt auch schlanke Kombivarianaten aus Weste und schmalen Rucksack wie der Spro Active Pack 15 , die bei Bedarf näher betrachtet werden sollten.
Fazit
Ein Angelrucksack fürs Watangeln ist praktisch, aber nicht unbedingt erforderlich. Er schützt die Ausrüstung, sorgt für Ordnung, erhöht Komfort und Sicherheit und passt durch verschiedene Ausführungen – Rucksack, Sling, Brust- oder Hüfttasche – zu unterschiedlichen Angelstilen und Tourenlängen.




